Nehme ich den Bus oder doch lieber die Flügel des Morgenrots? – Eigentlich egal …

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/  3. Januar 2016  Altes Testament, Psalmen, Weisheitsbücher  , , ,

Keine schöne Vorstellung: verirrt, mutterseelenalleine, voller Angst. Wer sich verläuft, zum Beispiel in einem Wald, wünscht sich meist nur eines: einen Begleiter, der sich auskennt und den verlorenen Weg weist. So erging es Christine Weingärtner als Kind. Diese Erfahrung prägt sie. Und vielleicht ist es genau diese Erfahrung, die sie ihr Lieblingsbibelwort finden lässt. Ein Bibelwort, das ihr in vielen Lebenslagen Trost und Mut vermittelt – nicht nur verirrt im dunklen Wald.

Nehme ich die Flügel des Morgenrots und lasse mich nieder am äußersten Meer, auch dort wird deine Hand mich ergreifen und deine Rechte mich fassen.

Psalm 139,9–10

Einsender
Name: Christine Weingärtner
Alter: 50 Jahre
Ort: Schweinfurt

Etwa in der 7. Klasse bekamen wir vom Religionslehrer den Auftrag, aus einer Sammlung von biblischen Worten eines auszusuchen und es in besonders schöner Schrift ins Heft zu schreiben. Damals hab ich mir diesen Vers aus dem Psalm 139 ausgesucht. Warum fiel meine Wahl gerade auf dieses Wort?
Möglich, dass ich mich an die beängstigende Situation erinnerte, als ich mich als Kind einmal im Wald verlaufen hatte. Auch wenn ich gar nicht weit von zuhause weg war, hatte ich das Gefühl, bis zum Ende der Welt gelaufen zu sein.

Dass jemand mit mir geht und den Weg weiß, war wohl damals etwas sehr Tröstliches für mich.

Aber auch heute würde ich diesen Vers wieder in mein Schulheft schreiben. Seine poetischen Worte sind für mich Ausdruck meines Vertrauens geworden:
Egal, wo ich bin, egal, wie weit entfernt ich mich gerade von mir selbst, von Gott, von der Welt fühle: Gott ist vertraut mit all meinen Wegen. Das ist für mich sehr ermutigend. Seine weisende, stärkende Hand war schon oft zuverlässig da, wenn ich sie gebraucht habe. Manchmal habe ich sie erst im Nachhinein entdeckt.

Bei meinen Ausflügen in neue, unbekannte Welten meines Lebens und selbst, wenn ich bis zum „Äußersten“ ginge, wird Gott für mich erreichbar sein. Dabei macht es keinen Unterschied, ob ich den Bus nehme oder doch die Flügel des Morgenrots ...



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