Freibrot für alle

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/  5. Januar 2015  Evangelien, Neues Testament  , , , , ,

In biblischen Erzählungen steckt meist eine höchst aktuelle Botschaft. Doch häufig verhindert die etwas „altertümliche“ Sprache, dass diese Erzählungen heute ihre Kraft entfalten. Gerade junge Menschen werden von der Sprache oft abgeschreckt. Ingrid Groths Lieblingserzählung ist die „wunderbare Brotvermehrung“. So versucht sie, die Botschaft dieser Erzählung in Rap-Form an den (jungen) Mann und an die (junge) Frau zu bringen. Das „groovt“.

Dann nahm Jesus die Brote, sprach das Dankgebet und teilte an die Leute aus, soviel sie wollten; ebenso machte er es mit den Fischen.

Johannesevangelium 6,11

Einsender
Name: Ingrid Groth
Alter: -
Ort: -

Es macht mich betroffen, dass viele junge Leute die Geschehnisse der Bibel nicht mehr kennen. Vielleicht erscheinen sie ihnen zu weit entfernt und ohne Belang für ihr Leben. Dabei sind doch die menschlichen Charaktere und Gefühle noch genau wie vor 2000 Jahren.
Darum hatte ich die Idee, die Erzählweise etwas zu aktualisieren und mit einer Prise Humor zu versehen – in der Hoffnung, das Interesse der jungen Menschen zu wecken.
Vorlage für den folgenden Bibel-Rap ist der Bibelvers Joh 6,11.

„Die wunderbare Brotvermehrung“

Als das Wetter einmal besonders schön war,
surfte Jesus mit seinen Jüngern auf dem See Tiberia.
Das machte ihnen großen Spaß.
Da lagerte dort am Ufer im Gras eine riesige Volkesmenge
und es herrschte großes Gedränge.
Weit über 5000 war ihre Zahl,
um Jesus zu sehen und zu hören kamen sie allzumal.

Jesus sprach zu Philippus: Oweih,
wie bekommen wir für so viele schnell etwas Fast-Food herbei?
Der Mensch lebt ja nicht vom Wort allein.
Philippus schaute suchend über den See –
aber kein Supermarkt weit und breit in der Näh.

Doch nach der Jünger eiliger Umfrage
kam herbei ein kleiner Knabe:
Ich habe 5 Gerstenbrote und 2x Bregenwurst, 2x Fisch –
aber wie ich die Sache hier sehe,
ist das ja wohl soviel wie nischt!

Doch Jesus sprach: Du lieber Knabe,
lass mir mal hier deine ganze Habe!
Und 1-2-3 – hast du nicht gesehen –
war wie durch Zauberei ein Wunder geschehen!

Den Leuten um Jesus herum blieb der Mund offen stehen,
so etwas hatten sie noch niemals gesehen,
aus den Broten, Wurst und Fisch wurden plötzlich viele hundert,
ja, da hat man sich sehr gewundert!

Und voll Appetit haben sich alle gestärkt,
freuten sich und lobten Jesu Werk.
Bis auf die Allerletzten, die haben mal wieder
von alledem überhaupt nix gemerkt.

Als alle satt und zufrieden waren,
ließ Jesus die Reste zusammentragen.
Und siehe, es waren noch 12 Plastiktüten voll,
das reichte noch für die nächste Party, war das nicht toll?

Dann musste sich Jesus aber schnell aus dem Staube machen,
denn die Leute wollten ihn zu ihrem König machen.
Sie sagten: Das ist wahrlich ein großer Prophet –
ohne den, mal ehrlich, auf die Dauer überhaupt nix mehr geht!

Und – wie man wieder mal sieht – die Liebe doch meist durch den Magen geht!



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